Léon Breitlings Schwerpunkt waren Chronographen, die damals fürr Anwendungen in der Industrie, beim Militär, in der Wissenschaft sowie bei Sportverbänden immer stärker nachgefragt wurden. 1889 erhielt Léon Breitling ein Patent fürr ein vereinfachtes Modell, das sich durch sein schlankes Design, den unkomplizierten Herstellungsprozess und die einfache Wartung vom Wettbewerb abhob. Als Léon Breitling 1914 verstarb, übernahm sein Sohn Gaston das Familienunternehmen. Von seinem Vater hatte er den Pioniergeist, das Gespür für Innovationen und eine unersättliche Leidenschaft für Chronographen geerbt, die er 1915 in die Lancierung einer der ersten Chronographenarmbanduhren der Welt mit separatem Drücker über der Krone einfliessen liess. Gaston Breitling verstarb ganz überraschend im Juli 1927. Sein Sohn Willy war damals erst 14 Jahre alt und damit noch nicht alt genug, um in die grossen Fussstapfen seines Vaters zu treten. Deshalb wurde das Unternehmen fünf Jahre lang von einem externen Team geleitet. 1952 kam erstmals ein ganz neuartiger Uhren-Prototyp heraus, der noch heute Kultcharakter besitzt: die Breitling Navitimer. Die Bezeichnung setzt sich aus den Wörtern «Navigation» und «Timer» zusammen. Die Navitimer verfügte über einen Rechenschieber, wie er mit der Chronomat eingeführt worden war, doch diesmal war er fuür Flugkalkulationen bestimmt. Kein Wunder also, dass sich seither zahllose Piloten, Fluggesellschaften und Flugzeughersteller immer wieder für diesen Zeitmesser entscheiden!